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Viele
Patienten/-innen bewirken geringe Kosten – wenige Patienten/-innen fallen
kostenmässig stark ins Gewicht. Diese Tatsache ist allgemein anerkannt.
Daher gilt es Gräben zwischen Kassen und Ärzten zu überwinden, zur Sicherung
eines weiterhin qualitativ guten Gesundheitswesens in der Schweiz.
Bei der Betreuung
kostenintensiver Patienten gilt es also Synergien zwischen Kassen und Ärzten
zu nutzen.
Chronische und
komplexe Patienten/-innen benötigen eine gut funktionierende Betreuung
zwischen Grundversorgern und Spezialisten.
Das heutige System
bestraft Grundversorger, die sich um chronische Patienten kümmern. Bei den
einfachen statistischen Durchschnittswerten fallen solche Grundversorger als
„teure Ärzte“ auf und sie müssen sich rechtfertigen. Also werden chronische
Patienten an die Spezialisten und an die Spital-Ambulatorien abgeschoben.
Dort explodieren die Kosten.
Folgende Referenten/innen werden unter der
kompetenten Moderation von Martin Brodbeck, Redaktion der Basler Zeitung,
zur höchst brisanten Diskussion Stellung nehmen:
Referate:
Frau Dr. med. Samia Hurst, von der
Universität Genf, berichtet von eigenen, europaweiten Studien zur
versteckten Rationierung, mit konkreten Bezügen zur Schweiz.
Dr. med. Christoph Cina, Sekretär der SGAM,
der schweizerischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Grundversorger und
Hausarzt aus dem Bucheggberg bringt eigene Erfahrungen und die Anliegen des
jetzigen und des künftigen Hausärzte – Verbandes zur Wort.
Prof. Dr. med. Thomas Rosemann, Institut
Hausarztmedizin, Universität Zürich, referiert von Studien, die zeigen, dass
komplexe Patienten am besten in einem Netz von Grundversorgern und
Spezialisten betreut werden.
Daniel Wyler, Leiter Abteilung Services,
SVK, Schweizerischer Verband für Gemeinschaftsaufgaben der
Krankenversicherer, Solothurn, kennt die Gründe für besonders
kostenintensive Krankheiten.
Frau Michèle Meyer, Präsidentin LHIVE,
Verband für Menschen mit HIV und AIDS, Hölstein, stellt Forderungen als
Vertreterin einer besonders kostenintensiven Patientengruppe zur Diskussion.
Stefan Kaufmann, Direktor Santésuisse,
Solothurn, vertritt die Stellung der Krankenkassen und wird besonders auf
die Problematik der chronischen Patienten in der Grundversorgung eingehen.
Grussbotschaft des Sanitätsdirektors
Der Sanitätsdirektor und Vorsteher des
Departements des Inneren, Regierungsrat des Kantons Solothurn, Peter Gomm,
Olten, von der Tagung möglichst konkrete Schlussfolgerungen für die tägliche
Politik.
Mit dem bereits
vierten, nationalen Symposium ist es Consano, der Vereinigung für eine faire
und soziale Medizin in der Schweiz, wiederum gelungen kompetente
Referentinnen und Referenten an einen Tisch zusammen zu bringen.
Dr. med. Cyrill
Jeger,
15.9.2008
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